Nehmen Sie sich das denkbar einfachste Modell: Sie liegen in der randvollen Badewanne und der Stöpsel ist undicht. Der Wasserspiegel sinkt und allmählich tauchen erste Inseln auf, meist die Knie, dann weitere steilere oder flachere Formen und ganz zum Schluss zeigt das versiegende Wasser die „Inseln“ als Teil einer größeren zusammenhängenden Masse.
So ist die Definition von "Insel" nichts weiter als ein Stück Land, das, umgeben von Wasser, durch dieses von anderem Land getrennt ist. Nicht zu den Inseln zählen dabei die Kontinente. Alle anderen sind jedoch Inseln, von Grönland als größter bis zum allerkleinsten Spitzfelsen; der Wortsinn von Insel unterscheidet hier nicht weiter. Die Wege der Natur zur Schaffung von Inseln, der Kräfte der Gebirgsbildung und Abtragung sind ganz vielfältig und keineswegs willkürlich. Bei näherer Betrachtung sind es bestimmte, häufig wiederkehrende, eben typische Werdegänge, denen die Entstehung einer Insel unterliegt. Den häufigsten wollen wir mit einigen ausgewählten Beispielen nachgehen.
Beispiele für Kontinentale Inseln
Helgoland - Deutschland
(Quelle: wikipedia.de)
North Island - Seychellen
Galloo Island - USA
Beispiele für
Ozeanische Inseln
Bora Bora - Französisch- Polynesien
Surtsey - Island (Quelle: icelandtoday.is)
Insel! Verschiedenste Bilder erweckt dieses Wort – ein jeder hat seine Inselerlebnisse und seine Träume. Ein Küstenstreifen ist es bald, meerumschlungen und mit einigen winderprobten Häuschen, bald ein palmengesäumtes Atoll in den Tropen mit feinstem weißem Sandstrand, ein verlassener oder fast kahler Felsen vor einer Steilküste, bald gar ein aktives Vulkangebilde, das sich mit Lavaströmen und Aschewürfen seinen Weg aus den Tiefen der See an den Tag bricht.
Wohl 500.000 Inseln sind es, die in allen Formen und Größen aus den Seen, Flüssen, Meeren und Ozeanen der Erde heute hervorragen. Wo die See an den Landvorsprüngen der Kontinente nagt, wo Lavaströme aus den Spalten des Tiefseebodens heraufdringen oder wo Millionen winziger Polypentierchen an vorgelagerten Korallenriffen an der Gestaltung der Erdkruste mitwirken: Inseln entstehen noch in der Gegenwart! Doch nicht nur die direkten Kräfte des Erdinneren oder der Lebensdrang der Korallen schafft Inseln. Der Meeresspiegel selbst ist weltweit Veränderungen unterworfen, doch dazu unten mehr.
Bis zum heutigen Bild hat sich die Erde vielfach gewandelt. In einem schweren, trägen Gleitprozess spalten sich Kontinente und werden durch Kräfte des Innern auf der Oberfläche der Erde verschoben, nicht ohne hierbei neue Inseln zu schaffen, andere zu verschlucken. So besteht die Erdoberfläche, also die auf dem zähplastischen und heißen Erdmantel liegende Kruste grob beschrieben aus nur zwei nebeneinander vorkommenden Struktureinheiten, der sehr dünnen und leicht beweglichen ozeanische Kruste und der steifen und dicken kontinentalen Kruste.
Mit einem Stück Land in Nova Scotia, der maritimes Provinz im Osten Kanadas finden Sie unverfälschte Natur am Rande einer gut funktionierenden Zivilisation. Wir haben Inseln in Seen und an der Atlantik-Küste, Grundstücke, Waldland.