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Exklusive Privatinsel nahe Stockholm |
Exklusive Privatinsel nahe Stockholm
Schweden
Diese einzigartige Privatinsel bietet eine geschmackvoll gestaltete Hauptresidenz, einen Privathafen, unberührten Wald, eine Landepiste sowie einen Golfplatz. SEK 75.000.000 (ca. EUR 8.280.000)
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Sand Dollar Cay |
Sand Dollar Cay
Bahamas
9,7 ha große Privatinsel mit vier außergewöhnlichen weißen Sandstränden. Sehr gute Bauplätze vorhanden. USD 7.200.000
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Ilha Sapoeira |
Ilha Sapoeira
Brasilien
In der Bucht von Angra Dos Reis, ideale Lage, mit feinen Sandstränden, Generator, Trinkwasser, Booten. USD 399.000
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Partridge Island |
Partridge Island
Kanada
Dicht bewachsene Insel im Big Mushamush Lake, Lunenburg County (Nova Scotia), nur ca. 400 m vom Festland entfernt. CAD 275.000
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Ailsa Craig |
Ailsa Craig
Schottland
Die einzige Insel, die jemals olympisches Gold gewann! Ideal für ein privates Refugium, mit hervorragender Infrastruktur am Festland und leicht erreichbar. Ca. 991.515 qm, Angebote erbeten zwischen GBP 2,500,000 und GBP 2,750,000
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Gravel Island |
Gravel Island
Kanada
Küsteninsel in der Nähe von Halifax, mit Blockhaus und Boot CAD 395.000
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Ram Island |
Ram Island
USA
Ram Island ist etwa 480 m lang, dicht mit Tannen bewaldet, verfügt über einen kleinen Sandstrand und sehr schöne Klippen. USD 3.500.000
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"Zur Miete im Paradies," von Martina Matthiesen, Financial Times Deutschland, 15.8.2003
Reisebericht über Horse Island
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Bei Tagesanbruch tat sich der Himmel auf über Horse Island. Seit Stunden tobt ein Sturm durch das hohe Gras auf den Klippen, reißt an Fuchsienhecken und Brombeerbüschen. An unserem Natursteincottage prallt das Unwetter ab, einen Meter stark ist sein Mauerwerk und das Schieferdach Tastatur für das Spiel des Regens. Mit dem Blick über die aufgebrachte See nehmen wir Inselreisenden entspannt unseren Morgenkaffee in kleinen Fischerbooten – unseren edlen Schlafstätten, die so recht zum Inselleben passen. Nach drei Tagen auf diesem uririschen Stück Land sind wir längst im Einklang mit den Mächten von Himmel, Meer und Erde. Auf Inseln herrscht die Gelassenheit. Und eine einzige Regel: Alles geht nur im Schritt der Natur.
Das wissen auch die"Bollocks". Hinter mannshohen Knicks erwarten die Jungrinder geduldig das Ende des Wolkengusses. Eine Saison lang grasen ihrer 60 die Inselweiden ab. Und werden wohlgenährt – was gut ist für ihren Herrn, einen Festlandsfarmer, und gut für das der schweren Mäharbeit entledigte deutsche Verwalterehepaar Horse Islands.
Über unsere Nachthemden streifen wir Jeans und Regenjacken und springen in die Gummistiefel, die sich in passender Größe hinter der Cottagetüre fanden: ein liebevoller Service der Gastgeber. Noch vor dem Frühstück spazieren wir durch den seidigen Sprühregen, der dem Sturm folgte. In wenigen Schritten durch perlend nasses Gras sind wir am Südstrand und laufen Muster in den feuchten Sand. Die eben noch ungestüme See gurgelt erschöpft zwischen kleinen Felsen im flachen Meer. Von hier lässt sich die Insel gut überblicken.
Horse Island, so überschaubar es daliegt, umfasst doch 100 Hektar Land. Die Weite versteckt sich hinter sanften Hügeln, über die sich ein Kiesweg schlängelt – es ist sehr erhebend, über den Scheitel einer Insel zu schreiten. Auf dem Gipfel, 40 Meter über dem Meer, empfängt ein weißes Kreuz in rotem Kreis den per Helikopter anreisenden Gast. Gleich nebenan wartet ein gepflegter Tartantennisplatz mit Rund-um-Meerblick auf ein Match. Und dort hinten liegt das verlassene Herrenhaus, in dem sich Anfang der 1990er Jahre ein französicher Minister von der Politik erholte.
Am Südstrand, in der Inselmitte und an der Nordküste liegen außer Sichtweite von- doch in Spaziernähe zueinander drei Cottages für je vier Gäste. Zwölf Menschen höchstens treffen sich, angenehm, da der Inselreisende gemeinhin niemanden sehen und hören möchte: Verantwortungsträger aus der Wirtschaft ignorieren hier die Welt der Entscheidungen, Mediziner legen ihren Beeper ab und manch ein Fernsehschauspieler freut sich mit seiner Familie, dass niemand da ist, der ihn erkennen könnte. Und sie alle schätzen die Diskretion der Gastgeber. Für Incentive- und Businesstrips wird bisweilen die gesamte Insel gebucht, die im Laufe der Jahrhunderte Elfen und Butzemänner, Fischer und Farmersfamillien ihr Zuhause nannten. In der Inselmitte leuchtet das rosafarbene Fitness-Cottage. Darin finden sich moderne Geräte und der Gast sich selbst in professionellen Händen,der Inselverwalter ist Diplom-Sportlehrer.
Uns ist nach dem erfrischenden Strandbesuch nicht nach Sport, vielmehr nach einem üppigem Frühstück: Die Salzluft macht hungrig. Unser Beachcottage liegt da wie eine Auster: Außen rau, unerschütterlich und innen edel, die Farben weiß und terrakotta dominieren die dezente Ausstattung. Das Cottage empfing uns so sauber und gepflegt wie frisch eingerichtet – vor der Schlüsselübergabe an neue Gäste werden kleinste Mängel und jedes Staubkorn beseitigt, der luxuriöse Whirlpool im Schlafgemach und die Edelholz-Sauna mit Seeblick auf Hochglanz gebracht. In der offenen Küche bereiten wir uns ein wahres Mahl: Eier und frisch gebackenes Brot, Apfelkuchen und irischer Farmerkäse türmen sich bald auf dem Esstisch. Und da wir schon vor der Mahlzeit tausend Schritte taten, geben wir uns nach dem Abräumen den Geschichten in unseren Büchern hin: Wir zwei Lesenden finden auf dem ausladenden Korbsofa ausgestreckt Platz. Und könnten noch Gäste an unsere Seite bitten, zu einer Lesestunde vor dem Holz- und Torfkamin. Abends genießen wir seinen Duft und Feuerschein und stellen ein ums andere Mal fest, wie unerhört müde wir sind vor lauter Seeluft und zutiefst entspannt. Jetzt, am Tage, tönt durch den Abzug sanft die stete Brandung.
Immer wieder lassen wir die Bücher sinken und malen uns aus, wie ein Leben wäre auf Horse Island. Wir würden uns um gute Nachbarschaft bemühen. Iren sind äußerst gastfreundlich, der Hinzuziehende aber wird sorgfältig geprüft auf Ehrlichkeit, die Bereitschaft, mit eigenen Händen anzupacken und in gleichem Maße zu nehmen und zu geben – von den Menschen ebenso wie vom Land. Wir hätten viel Arbeit: Grund, Boot und Haus wollten stets gepflegt sein, sonst zeigte bald die Natur ihre Übermacht. Zu jedem Einkauf, jedem seltenen Restaurant- oder Pubbesuch müssten wir eine halbe Stunde über die See setzen in den Fischerort Skull oder das einst berühmte Piratennest Baltimore. In die Stadt Cork bräuchten wir mit unserem am gegenüberliegenden Festland abgestellten Auto anderthalb Stunden. Ob wir uns an langen Winterabenden einsam fühlten?
Wie um derlei Fragen fort zu tragen, ziehen am Mittag die Wolken weiter. Binnen Minuten folgt den Wintergedanken der Sommer. Ein Klischee bestätigt sich: Melancholie und Frohsinn gehen in Irland Seite an Seite. Sanft trocknet Sonnenwärme die Schieferdächer der Cottages, streicht den Schafen des Inselverwalters über ihren geschorenen Rücken und lässt selbst einen scheuen Nerz wagemutig über den Feldweg rasen. Und wieder einmal liegt die Insel in einem noch nicht gesehenen Licht da, wie soeben gemalt. Unsere Bücher fliegen in die Sofaecke, mit Sonnenbrille statt Südwester heißt es: Auf, über die dampfen-den Wiesen, durch Klee und Kräuter, wilde Rosen und Butterblumen. Im Vorübergehen füllen wir unsere Münder mit überreifen Brombeeren. Margeri-ten und Fingerhut, Aloe Vera und Strilizien säumen überwucherte Pfade – der Golfstrom beschert Horse Island ein mildes Klima, stets 3 bis 4 Grad Celsius wärmer als auf den deutschen Nordsee-Inseln. Eis und Schnee gibt es nicht.
Mit Efeu berankte Ruinen erzählen vom kargen Dasein vormaliger Siedler – schlicht waren ihre Häuser. Fernab aller Wege streunen wir die Küste entlang, lassen uns auf den imposanten Klippen an der Westspitze der Insel nieder. An dieser Stelle verfallen Menschen im Angesicht tiefroter Sonnenuntergänge berührt in Schweigen. Am Horizont machen wir die kleine Inselgruppe aus, vor deren Felsen Delfine ihre Kreise und Seehunde ihre Jungen aufziehen. Näher und noch ein Stück näher rutschen wir bäuchlings an den Abgrund heran, zu verlockend ist der Blick in die Tiefe: Zwölf Meter unter uns bricht sich der Atlantik Wege in jede Felsspalte.
Im weichen Bärenfellgras träumt es sich wunderbar. Davon etwa, dass man eine große Literatin sei, die sich für das Schaffen eines Werkes in das Herrenhaus an der Südküste zurückgezogen hat. Oder von einer Teestunde im verwunschenen Turm des Herrn Jeremy Irons – der britische Schauspieler hat am Festland schräg gegenüber seinen Zweitwohnsitz gefunden. Oder wir erinnern den Geschmack der frischen Muscheln, die wir bei Ebbe vor dem Nordstrand sammelten und aßen: Ein Topf mit halb Salz- und halb Süßwasser, ein frisches Brot und eine Fasche weißen Weines ergaben ein Mahl, dem es an nichts fehlte. Das Meer ist reich vor Horse Island und Angler beschenkt es großzügig: Am bei Flut von den Klippen ausgeworfenen Angelwerkzeug finden sich bald Makrelen, Lachse und Pollacks. Selbst geräuchert oder bei einem Fackeldinner am Strand gegrillt schmeckt der Fang unvergesslich.
Abermals treibt uns der Appetit zurück ins Cottage, fort von den Westklippen, entlang an der wildbewachsenen Nordküste. Nach Süßem steht uns der Sinn, nach Scones mit Rosinen und einer Tasse Tee. Und einen Picknickkorb werden wir packen, viele von den Köstlichkeiten sollen darin Platz finden, die bei unserer Ankunft den großen Eisschrank füllten – der Einkaufsservice des fürsorglichen Verwalterehepaares ließ uns bei der Ankunft nach Hause kommen.
Unsere Picknickdecke werden wir am Abend an Deck eines kleinen Schiffswracks ausbreiten. Scheinbar gestrandet ruht es hoch auf den Südklippen und lädt uns ein, in seinem hölzernen Innern zu nächtigen: Ein riesiges Bett, an den Kopfenden Luken mit Blick auf See und Sterne und auf der Kochstelle ein Hot Whisky mit Honig, Zitrone und Nelken ver-sprechen eine wahre Seemannsnacht. Das Licht des berühmten Leuchtturmes Fasnet Rock wird unseren historischen Segler streifen. An Deck, hoch über der See, fühlen wir uns schon jetzt, als könnten wir die Weltmeere herausfordern. Nach einer Fahrt durch die wilde See würden wir Piraten das nahe Baltimore zurückerobern.
Auf dieser Felseninsel spüren wir das Kräftemessen zwischen den Naturgewalten. Die Launen der See, die Färbung des Firmaments, die Düfte, die der Wind mit sich bringt, das kleine Land erlebt jeden Moment sehr intensiv. Es gibt Tage, deren Stimmung vergisst man nicht und trägt sie in sich – solche Tage schenkt Horse Island. Vor allem, wenn sich über der Insel der Himmel auftut.
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