Der Markt für Privatinseln reagiert ähnlich wie der für alle anderen Immobilien auch: für viele Privatinseln werden bei weitem nicht die geforderten Preise erzielt, es gibt dramatische Preisnachlässe. Andere Inseln wiederum bleiben im Preis stabil und werden auch heute verkauft. Warum?
Von allen privaten Inseln, die zurzeit weltweit angeboten werden, schätze ich etwa 5% als „Qualitätsinseln“ ein. Dies sind Inseln, die die Kriterien unserer Checkliste erfüllen und die nach wie vor sehr begehrt sind. Die globale Finanzkrise trifft sie nicht, im Gegenteil, diese Preise gehen eher nach oben.
Die anderen 95% der Privatinseln nenne ich „Abenteuer-Inseln“. Die Preise für diese Inseln werden stark von der Finanzkrise berührt. Die Besitzer haben weniger für sich selbst gekauft, sondern aus Spekulationsgründen. Der Inselpreismarkt wurde dadurch inflationiert. Nun ist auch hier, wie bei anderen Immobilien, die Blase geplatzt. Die Preise befinden sich sozusagen im freien Fall.
Solche „Abenteuer-Inseln“ kann man überall im Internet finden, häufig mit traumhaft schönen Fotos. Was man allerdings nicht sieht, sind die Sandflöhe, der Mangel an Wasser, die Umgebung, die behördlichen Schwierigkeiten mit der Bebauung, die sozialen Spannungen, die geringe lokale Nachfrage nach Immobilien und die politische Instabilität der Region. |